Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück
Der Historische Verein Osnabrück legt den 131. Band der Osnabrücker Mitteilungen (2026) vor. Der Band versammelt elf wissenschaftliche Beiträge und 15 Rezensionen und bietet ein breit angelegtes Kompendium regionalhistorischer Forschung, das Mittelalterforschung, Neuzeit- und Zeitgeschichte sowie Erinnerungskultur verbindet. Zu den Aufsätzen gehören u. a. Beiträge von Thomas Vogtherr (Orte des Wissens und der Bildung im mittelalterlichen Osnabrück), Klaas Padberg Evenboer (Die Schlacht bei Visby 1361), Ulrich Andermann (Börstel zur Reformationszeit), Christine van den Heuvel (Gustav Stüve (1833–1911)) und Christoph Rass (Was die Osnabrücker Gestapokartei über NS-Herrschaft und ‚Volksgemeinschaft‘ erzählt) sowie Beiträge zu lokalen Wirtschafts- und Parteigeschichten und kirchlicher Publizistik. Der Band richtet sich an Forschende, Lehrende, regionale Historiker:innen sowie alle an der Osnabrücker Geschichte Interessierten.
Reichweite und Intensität städtischer Kommunikation zwischen 1400 und 1450
Boten und Gesandte verbanden die Stadt Göttingen mit den benachbarten Städten und Adligen, dem Landesherrn und dem König. Die gering bezahlten Boten liefen auch weite Strecken meist zu Fuß. Die berittenen Gesandten und Ratsbeauftragte waren in der Regel befugt, die Stadt bei auswärtigen Verhandlungen rechtskräftig zu vertreten, zum Beispiel auch bei Fragen der Hanse. Die Stadtrechnungen aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erlauben eine genaue Darstellung des Nachrichtenverkehrs; zu-geordnete Karten zeigen die Ausdehnung des städtischen Kommunikationsraums. Die Zielorte städtischer Nachrichten und die Herkunft fremder Boten veranschaulichen die Stellung der Stadt zwischen noch bestehender Abhängigkeit vom Landesherrn und sich entwickelnder Autonomie.
erschienen 17.12.2019 Bandnummer 22 ISBN 978-3-7395-1202-0
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