Weitere Informationen
Schuhmacher und Bergmann, Ladenbesitzer und Innungsmeister, Gewerkschafts- und Parteifunktionär, Landtags-, Kreistags- und Stadtratsmitglied, KZ-Insasse, Soldat beider Weltkriege, erster und einziger kommunistischer Minister, der je einer Regierung im Land Niedersachsen angehörte – in seiner 1963 geschriebenen Autobiographie wirft Karl Abel den Blick zurück auf ein politisches Leben, das bewegter kaum hätte sein können. Von der sozialdemokratischen Gewerkschaftsjugend in den Rotfrontkämpferbund, vom Sachsenhausener Todesmarsch in die hohe Politik der Nachkriegszeit, vom Engagement für die Verfolgten des Nazi-Regimes in die Resignation über die neuerliche IIlegalität der KPD führte sein Weg. Ein subjektiver Blick auf das politische Geschehen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, stets anschaulich nah am Geschehen und überraschend frei von ideologischem Überbau.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort • 7 Einführung • 9 Memoiren: Biographie als Sozialist und Kommunist • 37 Einleitung • 38 Revolution Gestern und Heute! • 39 Kindheit und Jugend • 42 Erste Lehr- und Arbeitsjahre • 53 Im Ersten Weltkrieg • 59 Als Jugendfunktionär in Bergarbeiterverband und KPD • 64 Demonstration in Bad Eilsen 1923 • 73 In Sportverein und Reichsbund, Stadtrat und Kreistag • 87 Kreis Grafschaft Schaumburg • 92 Im Preußenparlament 1924-1932 • 142 Parteiarbeit in Hannover und Bielefeld • 161 Gewerkschaftsarbeit in der RGO – Streiks in Mansfeld und Blankenburg • 170 Fritz Haarmann, Erich Schmidt und Berthold Karwahne • 183 Politische Arbeit im Gau Hannover-Braunschweig • 193 Lohngeldraub in Blankenburg und Affäre August Bartels • 197 In der RGO-Reichsleitung – Zuspitzung am Ende der Weimarer Zeit • 202 Internationale Gewerkschafts-Arbeit • 206 Verhaftung und Geschäftsgründung • 213 Im KZ Sachsenhausen • 218 Entlassung und Kriegseinsatz • 235 Ausmusterung 1941 • 252 Erneute Verhaftung – Der Mitkämpfer Georg Bartels • 262 Wieder in Sachsenhausen • 265 Auf dem Todesmarsch • 277 Ankunft in Berlin und Wiederaufbau des Parteibezirks Hannover • 282 Eduard Wald: Das Zuchthaus Brandenburg und der faschistische Strafvollzug • 288 Rückkehr nach Obernkirchen • 307 Als Landtagsmitglied und Minister im neuen Land Niedersachsen • 316 Probleme in der KPD-Fraktion und Rücktritt als Minister • 334 Arbeit in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) • 342 Schluss • 357 Dokumentenanhang: Bilder und Dokumente aus einem politischen Leben • 359 Zeitleiste • 377 Abkürzungsverzeichnis • 380 / Gedruckte Quellen und Literatur • 381 / Abbildungsnachweis • 391 Index der Orte • 392 / Index der Personen • 397