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Das Erzbergwerk Rammelsberg in Goslar war im Zweiten Weltkrieg ein wichtiger Teil der nationalsozialistischen Rüstungswirtschaft. Seit Kriegsbeginn mangelte es an Bergleuten, weil diese zur Wehrmacht eingezogen wurden. Deshalb mussten über 600 Zwangsarbeiter vorwiegend unter Tage schwere körperliche Arbeit leisten. Beengte Wohnräume, Hunger, Misshandlungen und harte Strafen bestimmten ihr Leben. Die Zwangsarbeiter aus Osteuropa waren in einem separaten Barackenlager untergebracht. Das Buch stellt die Ergebnisse eines archäologisch-historischen Forschungsprojektes zum Aufbau und der Einrichtung des Lagers, zum Leben, Wohnen und Arbeiten der Zwangsarbeiter und zu den Tätern in der Verwaltung des Bergwerks vor.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1. Einleitung und Untersuchungsansatz
2. Theorie, Methoden und Fragestellungen
3. Geschichte und Archäologie Zum Stand der Forschung zur Zwangsarbeit im Harz und am Erzbergwerk Rammelsberg (1988–2021)
4. Die nationalsozialistische Verwaltung der Arbeit unter Zwang
5. Die staatliche Wirtschaftspolitik und die Entwicklung des Erzbergwerks Rammelsberg im Nationalsozialismus
6. Zur ökonomischen Bedeutung der Zwangsarbeit am Erzbergwerk Rammelsberg (1939–1945)
7. »Zweckmäßige Einsatz« Arbeitsplätze der Zwangsarbeiter
8. Die Lagerstandorte
9. Lagerleben Die Wohn- und Lebensbedingungen der Zwangsarbeiter
10. Die Täter in der Verwaltung der Unterharzer Berg- und Hüttenwerke und des Erzbergwerks Rammelsberg
11. Archäologische Untersuchungen Das Männerlager
12. Archäologische Untersuchungen Das Frauenlager
13. Schlussbemerkungen
14. Anhang
Archivalien / Literatur / Abkürzungen / Autoren