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Der Kreis Wiedenbrück entstand 1816 aus drei Territorien des Alten Reiches: der Grafschaft Rietberg, der Herrschaft Rheda und dem Amt Reckenberg. Diese über 150 Jahre bestehende Verwaltungseinheit wurde 1973 mit dem Kreis Halle, der Stadt Harsewinkel und der Gemeinde Schloß Holte-Stukenbrock zum Kreis Gütersloh zusammengelegt. 200 Jahre nach seiner Gründung erinnerte das 24. Seminar »Kirchengeschichte in der Zehntscheune« im Oktober 2016 an die Anfänge des alten Kreises Wiedenbrück. Die Vorträge zu Strukturen (Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Kirche) und Personen (Jodocus Temme, Anton Meinholz und Luise Hensel) sind nun in den Beiträgen dieses Buches dokumentiert und mit Bildern illustriert.
Inhaltsverzeichnis
Johannes Meier Einleitung aus kirchengeschichtlicher Perspektive • 7 Christian Hoffmann Als das Dekanat Wiedenbrück an die Diözese Paderborn gelangte Die Bistümer Nordwestdeutschlands zwischen Gefährdung, Aufhebung und Neuumschreibung im Übergang vom Alten Reich zum Deutschen Bund • 13 Alwin Hanschmidt Der Kreis Wiedenbrück in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Staatsverwaltung – Selbstverwaltung – Wirtschaft • 45 Annette Huss „Nichts wie Armuht, Noht und Leiden“ Aus den Kindheits- und Jugenderinnerungen des 1842 in Verl geborenen Anton Meinholz • 83 Michael Hettinger Jodocus Temme (1798–1881) Von Wiedenbrück nach Berlin – ein Juristenleben zwischen der Liberalitas des Alten Reiches und preußischem Autoritarismus • 97 Rüdiger Krüger Zur Situation der katholischen Kirche im preußischen Wiedenbrück im Spiegel des Lebens der Luise Hensel und ihrer Briefe an Christoph Bernhard Schlüter • 119 Autorin und Autoren • 165