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Durch private Initiative wurde 2007 die Diskussion um das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Schaumburg neu angestoßen. Eine Projektgruppe erhielt von der Politik den Auftrag, die Art der Erinnerung in einer breit angelegten öffentlichen Diskussion zu klären. Dank engagierter Bürgerbeteiligung wurde ein innovatives Konzept beschlossen, mit dem die zahlreichen Erinnerungsorte in Schaumburg besser vernetzt, weitere Forschungen und Schülerprojekte gefördert und die ehemalige Synagoge in Stadthagen zu einem Knotenpunkt dieses Netzwerks ausgebaut werden soll. Das Buch dokumentiert die Ergebnisse und belegt zugleich den breiten politischen und gesellschaftlichen Konsens über Sinn und Notwendigkeit einer öffentlichen Erinnerung an die in der Zeit des Nationalsozialismus in Schaumburg begangenen Verbrechen.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 7 Günter Schlusche Erinnern oder Vergessen? Zu Anlass und Entwicklung des Erinnerungsprojekts Schaumburg 9 Horst Seferens Öffentliches Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus in Deutschland heute 19 Rolf de Groot Wer waren die jüdischen Opfer? Das Beispiel der Familie Lion 31 Klaus Maiwald Wer waren die politischen Opfer? Das Beispiel Karl Abel 43 Andreas Kraus Pädagogik der Erinnerung und die Möglichkeiten eines kreisweiten Erinnerungsprojekts 51 Rolf de Groot Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schaumburg 57 Jürgen Lingner Erinnerungsorte in Stadthagen Die ehemalige Synagoge als Baustein des Erinnerungsprojekts 69 Günter Schlusche Architektur und Kunst der Erinnerung Dezentrale Erinnerungszeichen als Baustein des Erinnerungsprojekts 85 Rolf de Groot Wege zur Erinnerung Die Rolle von regionalgeschichtlichen Publikationen 97 Rolf Keller Anmerkungen zum Erinnerungsprojekt Schaumburg 103 Ergebnisse des Verfahrens zum Erinnerungsprojekt Schaumburg 107 Abbildungsnachweis 111 Autoren 112