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Die Grafschaft Everstein und die Herrschaft Homburg haben die Geschichte des südniedersächsischen Raumes zwischen der Oberweser und der Leine entscheidend geprägt. Die Grafen von Everstein und die Edelherren von Homburg gehören zu den wenigen norddeutschen Dynastengeschlechtern, denen die Ausbildung einer eigenen Landesherrschaft mit Burgenbau, Städtegründungen und einer umfangreichen Lehnmannschaft gelang, bevor bei deren Aussterben im frühen 15. Jahrhundert die Welfen ihre Nachfolge antraten. In einer Zeit, in der sich Landesherrschaft noch nicht in festen linearen Grenzen beschreiben läßt, kommt Lehnregistern und anderen registerförmigen Quellen ein entscheidendes Gewicht zu. Zehn Verzeichnisse vom frühen 14. Jahrhundert bis zum beginnenden 16. Jahrhundert werden hier erstmals im Zusammenhang ediert. Die Einträge erstrecken sich von der Region Hannover bis nach Nordhessen sowie vom lippisch-ravensbergischen Raum bis ins Wendland; ein deutlicher Schwerpunkt der verlehnten Güter liegt im südlichen Niedersachsen.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 9 Einleitung sowie Beschreibung und Datierung der einzelnen Quellenstücke 11 I. Die Eversteiner Register 33 I. 1 Das Eversteiner Lehnregister aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts 35 I. 2 Die Eversteiner Lehnregisterbruchstücke aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts 55 I. 3 Ein Fragment eines Eversteiner Lehnregisters aus der Mitte des 14. Jahrhunderts 63 I. 4 Ein Getreideregister der eversteinischen Burg Aerzen aus der Mitte des 14. Jahrhunderts 65 II. Die Homburger Register 69 II. 1 Das Homburger Lehnregister aus der Zeit um 1300 71 II. 2 Das Homburger Lehnregister aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts 83 II. 3 Das sogenannte Homburger Register aus dem Lüneburger Lehnregister aus den Jahren 1470-1472 97 II. 4 Die Teilung der Homburger Lehen im Jahre 1502 113 1. Ausfertigung 113 2. Ausfertigung 121 III. Ein Schadensverzeichnis von 1498 129 IV. Literatur und Quellen 131 V. Register 137