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Die Weimarer Republik brachte im historischen Emanzipationsprozeß der deutschen Arbeiterschaft wichtige Entwicklungsschübe, die immer wieder durch politische und ökonomische Krisen überlagert wurden. Vor diesem Hintergrund beschreibt das Buch den Alltag Chemnitzer Arbeiter. Wie empfanden sie ihre Arbeit, wie verbrachten sie ihre Freizeit und wie schlugen sie sich durch die bitteren Zeiten der Inflation und der Weltwirtschaftskrise? Chemnitzer Arbeiter fühlten sich in der Weimarer Republik freier als im Kaiserreich, blieben aber Gefangene bedrängter ökonomischer Verhältnisse und traditionellen Klassenverständnisses. Vieles reicht über den lokalen Rahmen hinaus, da Industrie und Arbeiterschaft die Chemnitzer Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert in so hohem Maße prägten, daß sie gleichsam als Modellfall für die Industriegesellschaft in Deutschland stehen.
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort 7 1. „Im Mahlstrom der Krise“ – Zur Chemnitzer Industrie in der Weimarer Republik 9 2. „Unter Herrschaft der Maschine“ – Arbeiter in der Fabrik 25 3. „Harte Zeiten“ – Hochinflation und Wirtschaftskrise 43 4. „Abkehr von den Mietskasernen“ – Arbeiterwohnungen 57 5. „Alltagsstreß und Festtagsessen“ – Ernährung 67 6. „Arbeitsschluß, o wie froh fühlt man sich“ – Feierabend und Wochenende 77 7. „Die Jugend betätigt sich viel lieber beim Sport“ – Vereinsleben 83 8. „Im Dienst der Sache“ – Partei- und Gewerkschaftsschulung 87 9. „Doch sehne ich mich, ein Mensch zu sein“ – Bildung und Kultur 91 Zusammenfassung 103 Abbildungsnachweis 105 Literaturverzeichnis 107