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Kurt Gumpel, 1922 als dritter Sohn der jüdischen Familie Gumpel in Lemgo geboren, hat dem Städtischen Museum im Jahr 2000 eine umfangreiche Sammlung von biografischen Dokumenten und Fotos zur Verfügung gestellt. Daraus ist das Internet-Projekt 'Auf den Spuren Kurt Gumpels' entstanden, dessen Ergebnisse im Band vorgestellt werden. In den weiteren Beiträgen geht es um den Verkauf des Hauses der Familie Gumpel als Beispiel für die 'Arisierung jüdischen Besitzes', um die Briefe, die Rosalie Gumpel ihren Söhnen zwischen 1939 und 1941 geschrieben hat, und um psychotherapeutische Anmerkungen zur Biografie von Kurt Gumpel. Der Band verdeutlicht an einem konkreten Beispiel den Ertrag biografischer Forschungen zur jüdischen Lokal- und Regionalgeschichte.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 7 Jürgen Scheffler Biografische Dokumente, Briefe und Fotos als Quellen zur jüdischen Geschichte Lemgo im 20. Jahrhundert 9 Andreas Lange Auf den Spuren Kurt Gumpels 27 Klaus Pohlmann „. und ich stehe schuldenfrei da.“ Der Verkauf des Gumpelschen Hauses Ein Fallbeispiel der „Arisierung jüdischen Besitzes“ in der Kleinstadt 35 Hanne Pohlmann „Meine Gedanken weilen nur bei Euch, sie sind ein einziges Gebet für Euer Wohl.“ Letzte Briefe von Rosalie Gumpel an ihre Kinder 73 Edda und Horst-Alfred Klessmann Psychotherapeutische Anmerkungen zum Schicksal Kurt Gumpels 87 Hanne Pohlmann Die Brüder Mordechai (Herbert), Hans und Kurt Gumpel Biografische Übersichten 103 Autorinnen und Autoren 110