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Wissenschaftsgeschichte hat Konjunktur. Die sozialgeschichtliche Wende lenkte die Aufmerksamkeit auf die sozialen Rahmenbedingungen der Wissenschaft und ihr Verhältnis zur Gesellschaft. Ein weiterer Forschungsstrang befaßt sich mit dem Verhältnis von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Im Kontext der kulturhistorischen Herausforderung der Sozialgeschichte gewinnt das Wechselverhältnis von Kultur und Wissenschaft neue Bedeutung. Der Bielefelder Wissenschaftshistoriker Peter Lundgreen hat die Entwicklung des Faches maßgeblich vorangetrieben. Der ihm gewidmete Band vermittelt einen Eindruck von der Bandbreite derzeitiger Forschungsansätze und Fragestellungen in der Wissenschaftsgeschichte.
Inhaltsverzeichnis
Karl Ditt: Der Volkstumsansatz in der Westfalenhistoriographie des 20. Jahrhunderts • 11 Rüdiger vom Bruch: Die Berliner Forstwissenschaft im frühen 19. Jahrhundert • 38 Heinz-Elmar Tenorth: Die Theoriedynamik der Erziehungswissenschaft in Deutschland • 62 Eckhard Bolenz: Museen für die Industriegesellschaft • 77 Hans-Christoph Seidel: Die deutschen Ärzte 1900 bis 1933 • 96 Mitchell G. Ash: Wissenschaft und Politik als Ressourcen füreinander • 117 Jürgen Büschenfeld: Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in der Umweltgeschichte • 135 Peter Weingart: Technik als sozialer Prozeß • 159 Frank Uekötter: Staat und Industrie in der Dampfkesselüberwachung • 178 Konrad H. Jarausch: Transforming the East German Academic System • 192 Martin Carrier: Vielfalt und Rationalität der Wissenschaftsgeschichte • 211 James C. Albisetti: Die Debatten über die Koedukation 1890-1930 • 232 Heike Franz: Betriebswirtschaftslehre in Deutschland 1900-1933 • 251 Frank-Michael Kuhlemann: Heidelberger Theologie im 19. Jahrhundert • 278 Jürgen Schriewer: Internationalisierung pädagogischen Wissens • 302 Hartmut Titze: Das Lernen der Generationen seit der Aufklärung • 328 Günter Küppers: Normierung und Kontrolle • 353