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Die geheimen Lageberichte des Landrates geben einen Einblick in den Alltag eines ländlichen Kreises und seine Veränderung durch den Nationalsozialismus. Ausgehend von der politischen Lage Anfang 1933 rücken die Machtergreifung und ihre Folgen für die staatliche und gesellschaftliche Ordnung im Kreis Wiedenbrück in den Mittelpunkt der Betrachtung. Dabei wird deutlich, daß sich Kreis und Reich in einigen Punkten, etwa der katholischen Bevölkerungsmehrheit, unterschieden und daher ein anderes Vorgehen der Machthaber nötig machten. Wie sich der Nationalsozialismus auch in diesem bis 1933 stabil katholischen Kreis in kurzer Zeit durchsetzte, wird anhand zahlreicher Einzelfälle untersucht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2. Die Politische Lage vor der 'Machtergreifung' 2.1 Parteien und Wahlergebnisse im Kreis 2.2 Die NSDAP vor 1933 3. Die 'Machtergreifung' und die Ausschaltung der Linken 3.1 Die 'Machtergreifung' 3.2 Die 'Machtergreifung' im Kreis 3.3 Die Ausschaltung der linken Parteien und Gruppierungen 4. Gleichschaltung durch Terror und Propaganda 4.1 Terror – Konzentrationslager, Schutzhaft und Heimtückegesetz 4.2 Propaganda 4.3 Vereine und Verbände 4.4 Geist der 'Volksgemeinschaft'? – Die weltanschauliche Gleichschaltung 5. Die Partei und ihre Gliederungen 1933-1936 5.1 Die allgemeine Situation der Partei 5.2 Die Organisation im Kreis 5.3 Die Gliederungen 5.4 Die Organisationen im kommunalen Umfeld 5.5 Der Stahlhelm 6. Die Kirchen und Religionsgemeinschaften 6.1 Kirche und Nationalsozialismus allgemein 6.2 Katholische Kirche 6.3 Evangelische Kirche 6.4 Christliche Freikirchen 6.5 Deutsch-völkische Organisationen 7. Die Juden 7.1 Die Juden und die NS-Rassenpolitik 7.2 Die Situation der Juden im Kreis 8. Landwirtschaft und Industrie 8.1 Die Landwirtschaft 8.2 Industrie, Gewerbe, Löhne 9. Schlußbetrachtung Literaturverzeichnis