Weitere Informationen
Ihr Ziel sehen die Herausgeber darin, bis heute gültigen Klischees über den Verfasser des 'Liedes der Deutschen' zu widersprechen: in der Literaturgeschichte, die den Vormärzlyriker mit Blick auf Zeitgenossen wie Heine eher belächelte, in der Wissenschaftsgeschichte der Philologien, die Hoffmann vielfach als Dilettanten abtut, der durch patriotische Begeisterung ersetzen wollte, was ihm an methodischer Schulung abging. Die Fachgeschichtsforschung lehrt, daß es die 'eine' Geschichte der Germanistik nicht gibt, wohl aber verschiedene Teilgeschichten. Für diese Interferenzen, ist Hoffmann ein prominentes Beispiel, das der Sammelband facettenreich analysiert.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort • 7 Karl-Wilhelm Frhr. v. Wintzingerode-Knorr: Hoffmann. Ein Leben im 19. Jahrhundert • 11 Günter Tiggesbäumker: Hoffmann als Bibliothekar in Corvey • 35 Eberhard Rohse: 'Das Lied der Deutschen' • 51 Heidrun Kämper: Hoffmann als politischer Dichter • 101 Kurt G.P. Schuster: Wie politisch war der Dichter der 'Unpolitischen Lieder'? • 121 Dieter Cherubim: Hoffmann in der Geschichte der Germanistik • 143 Hans-Joachim Behr: Hoffmann als Editor mittelalterlicher Texte • 169 Otto Holzapfel: Hoffmann und die Volksliedforschung • 183 Jan B. Berns: Hoffmann und die Niederlande • 199 Herbert Blume: Hoffmann und die niederdeutsche Mundart • 211 Horst Brunner: Hoffmann und Walther von der Vogelweide • 225 Dieter Merzbacher: Barockforschung ohne Barockbegriff • 239 Erika Poettgens: Die Splitternachlässe und die Akten zur Person • 259 Namenregister • 275 Beiträger • 285