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Republik in Rheinland und Westfalen rückt vor allem die Möglichkeiten und Chancen der ersten deutschen Demokratie ins Zentrum der regionalhistorischen Forschungen. Damit nimmt er dezidiert einen Perspektivwechsel vor. Statt die erste deutsche Republik lediglich als Inkubationsphase einer sich anschließenden nationalsozialistischen Diktatur wahrzunehmen und somit als politische Phase, die bereits seit ihrer Entstehung zum Scheitern verurteilt gewesen sei, widmet er sich vor allem den Möglichkeiten wie auch den Hindernissen der ersten deutschen Demokratie. Darüber hinaus verfolgt der Band die Frage, wie die erinnerungskulturelle Beschäftigung mit der Geschichte der Weimarer Republik in die Ausstellungs- und Vermittlungstätigkeit von Erinnerungs- und Gedenkstätten und in die historisch-politische Bildungsarbeit mit einbezogen werden kann. Dies sichtbar zu machen und im Sinne einer Problemgeschichte der Gegenwart zu analysieren, sind nicht zuletzt auch Chancen von „Weimar“.