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Über sechs Generationen lebten im ehemaligen Amt Ferndorf (der heutigen Stadt Kreuztal) jüdische Männer, Frauen und Kinder. Gegen viele Widerstände gelang es ihnen, eine gesicherte wirtschaftliche Existenz aufzubauen, ohne die eigenen religiösen und kulturellen Traditionen vollends preiszugeben. Mit der Entstehung und Ausbreitung des modernen Antisemitismus stellte ein wachsender Teil der christlichen Bevölkerung ihre Existenzrechte in Frage. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden die Juden in Krombach und Littfeld ausgegrenzt, terrorisiert, enteignet, schließlich in die Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert und ermordet. Mit diesem Buch, das mit zahlreichen Fotografien und Dokumenten illustriert ist, soll den Juden, die im ehemaligen Amt Ferndorf gelebt haben, wieder ein Gesicht gegeben und ein würdiges Andenken bewahrt werden.
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort • 7 / Vorwort • 8 Einleitung • 10 / Prolog • 14 1 Zwischen Assimilation und Ausgrenzung: Jüdisches Leben im Amt Ferndorf bis 1918 • 15 2 Antisemitismus in der Weimarer Republik und Aufstieg des Nationalsozialismus • 65 3 NS-Machtergreifung und lokale 'Volksgemeinschaft': Anpassung und Verstrickung • 93 4 Diskriminierung, Enteignung und Deportation der Juden im Amt Ferndorf • 129 Resümee und Ausblick • 182 Anmerkungen • 200 / Literatur • 217 / Abbildungen • 219 / Quellen • 220 / Personenregister • 222 Stammtafel der Familie Moses-Meier-Rosenhelm • Beilage