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Joachim Heinrich Campe war den Idealen der Aufklärung verbunden. Als Voraussetzung für Volksaufklärung und Volksbildung wollte er eine für Alle verständliche deutsche Sprache schaffen. Das Buch zeigt den Fortschritt der Wörterbücher Campes gegenüber Adelung und macht deutlich, wie sich diese auf das Niveau des Wörterbuch der Brüder Grimm zubewegen.
Joachim Heinrich Campes (1746–1818) Lebensweg war verschlungenen: vom Theologen zum Pädagogen, vom Erzieher zum Landwirt und schließlich in Braunschweig zum Sprachforscher und Lexikographen. Campe war den Idealen der Aufklärung verbunden. Als elementare Voraussetzung für Volksaufklärung und Volksbildung wollte er eine für alle gesellschaftlichen Schichten verständliche deutsche Sprache schaffen Die Untersuchung zeigt den Fortschritt der Wörterbücher Campes und seines Mitarbeiters Theodor Bernd gegenüber Adelung und macht deutlich, wie sich diese auf das methodische Niveau des Wörterbuch der Brüder Grimm zubewegt. Campes Wörterbücher erweisen sich, insbesondere aufgrund der Belegauswahl, die auch seine Zeithenossen berücksichtigt, als erstmalige Dokumente der gesamtdeutschen „Sprach-Region“.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort • 9 Vorbemerkungen • 11 1 Joachim Heinrich Campe • 16 1.1 Vom Theologen zum Lexikographen • 16 1.2 Theodor Bernd • 25 1.3 Zeitgenössische Reaktionen auf das Wörterbuch • 32 1.4 Campes Suche nach glücklichen Ausdrücken • 34 2 Belege und ihre Quellen • 40 2.1 Der Wörterbuchartikel 'Liebe' • 43 2.2 Campe und Adelung • 48 2.3 Häufigkeit von Belegen • 51 2.4 Exemplarische Darstellung • 52 2.5 Herkunft und Darstellung der Belege • 59 2.6 Autoren • 62 2.7 Sachtitel • 75 2.8 Werktitel ohne Angaben zum Verfasser • 78 2.9 Schriftstellernamen • 82 3 Campes Markierungen • 83 3.1 'Wörter, die von Schriftstellern bereits erneuert worden sind' • 98 3.2 'Veraltete Wörter, die dennoch hier nicht fehlen durften' • 103 3.3 'Neugebildete Wörter' • 105 3.4 'Wörter, die eine Aufnahme nicht zu verdienen scheinen' • 113 3.5 'Landschaftliche Wörter die einer Einführung wert zu sein scheinen' • 115 3.6 'Landschaftliche Wörter, die nicht aufgenommen werden' • 117 3.7 'Niedrige, aber noch nicht verwerfliche Wörter' • 118 3.8 'Niedrige Wörter, die ans Pöbelhafte grenzen' • 122 3.9 'Wörter, die besonders zur dichterischen Schreibart zählen' • 125 3.10 'Wörter, die zur dichterischen Schreibart zählen und neu sind' • 129 3.11 'Neue Wörter für die unteren Schreibarten' • 132 3.12 Markierungen – und was sie leisten • 136 4 Arten von Belegen • 140 4.1 Belege aus eigenen Werken • 145 4.2 Typologie von Belegfunktionen • 178 4.3 Charakterisierende Merkmale • 199 4.4 Semantisch-syntaktische Kriterien • 225 4.5 Zwischensumme • 236 5 Fundortspezifische Kriterien • 240 5.1 Belege aus der Bibel • 240 5.2 Belege aus Zeitschriften • 255 5.3 Belege aus juristischen, politischen und kirchlichen Schriften • 285 6 Ausklang • 293 7 Literatur • 299 8 Anhang • 317