Nahrung, Markt oder Gemeinnutz

Brandt, Robert

Nahrung, Markt oder Gemeinnutz

Werner Sombart und das vorindustrielle Handwerk

Brandt, Robert; Buchner, Thomas
Umfang 256 Seiten
Bestell-Nr 0512
ISBN 978-3-89534-512-8
Preis 19,00
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Am Beispiel des mitteleuropäischen Handwerks beleuchtet der Band den von Werner Sombart geprägten Begriff der 'Nahrung'. Sombart umschrieb damit ein für die vorindustrielle Zeit zentrales Streben nach standesgemäßem Auskommen breiter Bevölkerungsteile. Das Konzept der 'Nahrung' ist für die Geschichte der Wirtschaftsmentalitäten von großer Bedeutung und der darin angelegte Gegensatz zwischen dem Streben nach 'standesgemäßem Auskommen' und dem 'Erwerbsstreben' für die Erforschung der Frühen Neuzeit maßgeblich. Dabei wurde die Tragfähigkeit dieses Konzepts kaum jemals kritisch beleuchtet. Die Beiträge haben zum Ziel, den in weiten Teilen der Forschung präsentierten Gegensatz von 'Nahrung' bzw. 'Gemeinwohl' und 'Markt' zu hinterfragen.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort • 7 Robert Brandt / Thomas Buchner: Einleitung • 9 Reinhold Reith: Abschied vom 'Prinzip der Nahrung'? Zur Anthropologie des Marktes • 37 Thomas Buchner: Die Rezeption von Nahrung in der handwerksgeschichtlichen Forschung seit dem Nationalsozialismus • 67 Christof Jeggle: Nahrung und Markt in Ökonomien städtischer Gewerbe in der Frühen Neuzeit. Das Leinengewerbe in Münster • 95 Anke Sczesny: Nahrung, Gemeinwohl und Eigennutz im ostschwäbischen Textilgewerbe der Frühen Neuzeit • 131 Robert Brandt: Das Innungshandwerk in Frankfurt am Main im 18. Jahrhundert • 155 Christine Werkstetter: Nahrung als Argument bei Frauenarbeit und Frauenhandeln im städtischen Zunfthandwerk • 201 Literaturverzeichnis • 225 Autoren • 251 Tagungsteilnehmer • 255
Verlag für Regionalgeschichte UG
Soester Str. 13
DE 48155 Münster